Die Intima-Media-Dickenmessung
Es handelt sich um eine Methode um Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose) rechtzeitig zu erfassen. Es wird die Dicke der inneren und mittleren Gefäßwand (Intima-Media-Dicke) der Halsschlagadern mit hochauflösendem Ultraschall gemessen. Die Dicke dieser beiden Schichten liegt bei jungen gefäßgesunden Menschen zwischen 0,5 und 0,7 mm. Ab dem 40. Lebensjahr nimmt die Dicke alle 10 Jahre um 0,1 mm zu. Je größer die ermittelten Werte darüber hinaus sind, desto höher ist das Risiko, in den nächsten Jahren einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Der Unterschied zur Duplexuntersuchung der Halsschlagadern besteht darin, dass es sich bei der Messung der Intima-Media-Dicke um einen prognostischen Wert handelt, wobei mit dem Duplex-Verfahren bereits bestehende Verkalkungen und Verengungen der Halsschlagadern dargestellt und vermessen werden.
"Wir sind so alt wie unsere Gefäße" (Prof. Schettler, Uniklinik Heidelberg)
Die Messung der Intima-Media-Dicke ist eine sehr zuverlässige Methode um das generelle Gefäßalter des Organismus zu bestimmen. Diese schmerzlose Untersuchung kann in unserer Praxis durchgeführt werden. Hier in der Praxis erfolgt die Messung an 5-6 Stellen im Bereich der Halsschlagadern um ein genaueres Ergebnis zu erhalten und nicht wie üblich an nur einer Stelle. Mit einer speziellen Software wird die Intima-Media-Dicke dann automatisch bestimmt. Da hierbei die Messung über eine längere Strecke erfolgt, ist diese Methode zuverlässiger und genauer als eine rein manuelle Messung. So kann ihr persönliches Gefäßalter bestimmt werden.
Basierend auf dieser Messung, der Kenntnis Ihrer Lebensumstände und ihrer Laborwerte kann ihr persönliches Schlaganfall- und Herzinfarkt-Risiko ermittelt werden.
Ihr Nutzen:
Der rechtzeitige Nachweis arteriosklerotischer Gefäßveränderungen (Verkalkungen) ermöglicht den Einsatz vorbeugender Maßnahmen zur Verhinderung von Folgeerkrankungen der Artheriosklerose wie beispielsweise Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Besonders zu empfehlen ist diese Untersuchung bei Personen mit folgenden Gesundheitsrisiken:
- Übergewicht
- Rauchen
- körperliche Inaktivität
- Diabetes mellitus
- Fettstoffwechselstörung
- Bluthochdruck
- Durchblutungsstörungen(aVK)
- koronare Herzkrankheit
- Herzrhythmusstörungen
- familiäre Belastung
Für genauere Informationen sehe ich ihnen gerne zur Verfügung.
Literatur und weitere Informationen:
Aufgrund politischer Entscheidungen im Rahmen des Gesundheitsstrukturgesetzes kann diese Untersuchung nicht zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen durchgeführt werden.